Telefon Quatscherl einst und heute

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Als ich noch ein Kind war, hatten wir einen Viertel-Anschluss. 4 Teilnehmer mussten sich eine Leitung teilen. Wenn man Pech hatte sprach ein Teilnehmer lange und man selber konnte in der Zeit nicht telefonieren.

Damals hatten wir noch ein Telefon mit Wählscheibe. Das Gefühl wenn der Finger in die Wählscheibe eintauchte, dann die Scheibe drehte und das damit verbundene Geräusch werde ich nie vergessen!
Dann endlich bekamen wir einen halben Anschluss also nur noch 2 Teilnehmer. Da Mimi und Heri selbständig waren wurde ihnen dann irgendwann ein ganzer Anschluss gewährt.Ich kann mich noch erinnern wie stolz ich damals darüber war! WIR konnten telefonieren WANN IMMER wir wollten!
Aber nicht nur das: mit dem ganzen Anschluss kam ein neues Telefon! Nix mehr Wählscheibe – das Tastentelefon war in unseren Haushalt eingezogen.
Unglaublich! So modern! Ich durfte die Farbe wählen: Sand
Ganz nebenbei: Heri hat von dem ganzen Anschluss nicht viel gemerkt. Mit 4 Töchtern im Haus war das Telefon so oder so immer besetzt. Ich kann mich noch gut erinnern, wie oft er mit uns geschimpft hat weil wir so lange telefonierten.
Dann tat sich auf diesem Sektor für uns eine Zeitlang nichts Neues.
Als ich schon in Australien lebte kamen die Faxgeräte auf. Das war etwas!
Wir kauften uns eines und es war einfach nur WOW!!
Eine Zeit später sahen wir die ersten Geschäftsmänner mit den riesigen Mobilapparaten (samt enormer Ladestation) herum laufen und schworen uns NIE zu DIESEN Leuten gehören zu wollen.
Als wir wieder in Österreich waren begann der Handy-Boom.
Ich konnte mich dem bis 1997 verschließen. Bis zu diesem Zeitpunkt war ein Handy für mich einfach unvorstellbar. Brauch ich nicht!
13 Jahre, 3 Anbieter und 7 Handys später frag ich mich:
wie haben wir uns früher spontan verabredet, Termine kurzfristig verschoben, Kinder geortet, Glückwünsche versendet, beim spazieren gehen den neuesten Tratsch erzählt?
Ich kann mich nicht mehr erinnern…